Ben & Jerry's

19. November 2020

BEN & JERRY’S BAUT FAIRTRADE-ENGAGEMENT AUS: MEHR GELD FÜR KAKAOBAUERN

Medienmitteilung
November 2020

In Partnerschaft mit Fairtrade leistet Glace-Ikone Ben & Jerry‘s Pionierarbeit für einen ganzheitlichen Ansatz für ein gerechtes, existenzsicherndes Einkommen von Kakaobauern.

Ben & Jerrys und Fairtrade treiben einen ganzheitlichen Ansatz für faire Einkommen für Kakaobäuerinnen und -bauern in der Elfenbeinküste voran. Die Bäuerinnen und Bauern erhalten höhere Preise für ihre Kakaobohnen.
 
Per Oktober 2020 werden rund 5‘000 Fairtrade-Kakaobauern in der Lieferkette von Ben & Jerry's im Laufe des nächsten Jahres etwa 600‘000 USD zusätzlich erhalten. Dieser Betrag kommt zu der jährlichen Fairtrade-Prämie von rund 970‘000 USD1 und dem von der ivorischen Regierung festgelegten Mindestpreis für Kakao, den alle Unternehmen zahlen müssen, hinzu. Das zusätzliche Geld, das die Bäuerinnen und Bauern nun erhalten werden, ist ein wichtiger Teil von Ben & Jerry's umfassenden Bemühungen, die Bäuerinnen und Bauern bei der Schliessung der Einkommenslücke hin zu einem existenzsichernden Einkommen zu unterstützen.
 
Der Kakaoanbau ist ein unberechenbares Geschäft. Denn die Bäuerinnen und Bauern tragen nicht nur das Risiko von Verlusten, die durch den Klimawandel und extreme Wettermuster verursacht werden, sie sind zudem den Preisschwankungen ausgeliefert. Diese Ungerechtigkeit in der Kakaokette bedeutet, dass die Bauern oft in extremer Armut leben und es sich nicht leisten können, in fortschrittlichere Anbaumethoden zu investieren, um ihr Einkommen zu verbessern oder sich an Klimaveränderungen anzupassen. So werden ländliche Gemeinschaften in ihrer Entwicklung zurückgehalten und die natürliche Umwelt leidet.
 
Ein existenzsicherndes Einkommen bedeutet, dass es ausreicht, um eine menschenwürdige Unterkunft und Gesundheitsversorgung, sauberes Wasser und Bildung zu gewährleisten - sowie ein kleines Extra für unerwartete Ereignisse.
 

Die höheren Preise, die Ben & Jerry's zahlen wird, sind der jüngste Schritt von mehreren Interventionen zur Sicherung des Existenzeinkommens, die der Glace-Hersteller zusammen mit Fairtrade seit 2015 umgesetzt haben. Zu diesen Massnahmen gehören Produktivität, Diversifizierung und Stärkung der Kooperation, die zusammen eine ganzheitliche Strategie hin zu einem existenzsichernden Einkommen unterstützen. Die höheren Preise werden von Partnern vor Ort genau beobachtet, um zu verstehen, wie sie zu einer nachhaltigen Existenzgrundlage für die Bauern beitragen können. 34
 
Cheryl Pinto, Global Values-Led Sourcing Manager bei Ben & Jerry's, sagt: „Wir haben uns verpflichtet, mit unserem Eis für wirtschaftliche Gerechtigkeit zu stehen. Jetzt intensivieren wir unser Engagement in der Art und Weise, wie wir in Zukunft Kakao beziehen. Beginnend mit dem Kakao in unserem Schokoladeneismix arbeiten wir auf den Referenzpreis für existenzsichernde Einkommen für Kakaobauern2 hin. Und das ist nur der Anfang. Wir untersuchen unsere gesamten globalen Lieferketten in Bezug auf ein existenzsicherndes Einkommen.“
 
Die Einkäufe von Ben & Jerry’s über alle Rohstoffkategorien hinweg sind beträchtlich. Sie haben 2019 Fairtrade-Prämien in Höhe von 3,6 Millionen Dollar eingebracht, die von den landwirtschaftlichen Kooperativen nach eigenem Ermessen ausgegeben werden können. Viele haben beispielsweise Schulen finanziert, in die Klimaresistenz und lokale Infrastruktur investiert.
 
Hinweise für Redakteure
  1. Der jährliche Betrag variiert je nach den beschafften Mengen der Fairtrade-Kakaobauern.
  2. Der Referenzpreis für das existenzsichernde Einkommen aus Fairem Handel gibt den Preis an, den ein durchschnittlicher Bauernhaushalt mit einer lebensfähigen Betriebsgrösse und einem angemessenen Produktivitätsniveau benötigt, um aus dem Verkauf seiner Ernte ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen. Der Fairtrade-Referenzpreis wurde auf 2,2 US-Dollar pro Kilo Kakao zum Ab-Hof-Preis festgelegt (der Betrag, für den ein Bauer seinen Kakao verkauft).
  3. Fairtrade bietet einen Rahmen und eine Anleitung zur Unterstützung, sodass Handelspartner, die sich dafür entscheiden, letztendlich die höheren Preise für ein existenzsicherndes Einkommen zu zahlen, dabei unterstützt werden.
  4. Fairtrade arbeitet seit 2005 partnerschaftlich mit Ben & Jerry's zusammen. In dieser Zeit haben die Bauern nicht nur vom Sicherheitsnetz der Fairtrade-Preise und -Prämien profitiert, sondern auch von anderen Aspekten, wie beispielsweise dem Zusammenschluss in Kooperativen, langfristigen Handelsverträgen und Vorfinanzierung, die durch die Fairtrade-Standards gefordert werden. Fairtrade ist eine Bewegung, deren Entscheidungsgewalt zu 50% bei den Bäuerinnen und Bauern liegt. Sie werden über drei Produzentennetzwerke in Afrika, Asien und Lateinamerika vertreten. In ihren Kooperativen entscheiden die Bäuerinnen und Bauern selbst, wie sie ihr Geld investieren. Fairtrade ist das einzige Zertifizierungssystem, das sich seit 2017 öffentlich für das Recht der Bauern auf ein existenzsicherndes Einkommen einsetzt. Fairtrade ist überzeugt, dass ein angemessener Preis für Bauern, die in demokratisch geführten Kooperativen arbeiten, die Grundlage bildet, auf der andere Nachhaltigkeitsziele erreicht werden können. 

Über Ben & Jerry´s

Mit der Eröffnung ihrer ersten Gelateria starteten Ben Cohen und Jerry Greenfield 1978 die Erfolgsstory von Ben & Jerry’s. Heute, über 40 Jahre später, gilt Ben & Jerry’s nicht nur weltweit als der Inbegriff für Glace vom Allerfeinsten, Ben & Jerry’s ist darüber hinaus gefrorene Philosophie und Lebensart. Das liegt vor allem am sozialen, ökologischen und gesellschaftlichen Engagement, das zu Ben & Jerry’s gehört wie die wertvollen Zutaten und die ausgefallenen Sorten-Namen. Ben & Jerry’s nutzt nach Fairtrade Standards gehandelte Zutaten, nachhaltige Milch und Eier aus Freilandhaltung und hält somit den Kohlenstoffverbrauch möglichst gering. Ben & Jerry’s Glace gibt es je nach Sorte als 465 ml-Becher und/oder als 100 ml Shorty.

www.benjerry.ch

 

Über Fairtrade Max Havelaar

Wer Produkte mit dem Label von Fairtrade Max Havelaar kauft, ermöglicht Kleinbauernfamilien und Angestellten in Entwicklungsländern ein besseres Einkommen und gute Arbeitsbedingungen. Diese erhalten einen stabilen Preis und zusätzlich eine Fairtrade-Prämie sowie Beratung vor Ort. Einen Teil des Verkaufserlöses investieren sie in Projekte, die der ganzen Gemeinschaft zu Gute kommen – wie in den Bau von Brunnen, Schulen und Spitälern.

Gegründet wurde Fairtrade Max Havelaar 1992 von den Hilfswerken Brot für alle, Caritas, Fastenopfer, HEKS, Helvetas und Swissaid. Von Bananen aus Peru über Kaffee aus Äthiopien bis hin zu Reis aus Indien – heute gibt es in der Schweiz 3000 Produkte mit dem Label von Fairtrade Max Havelaar zu kaufen. Für alle diese Produkte gelten die strengen Fairtrade-Standards bezüglich Anbau, Arbeiterrechten, Verarbeitung und Handel.

www.maxhavelaar.ch

 


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